Telekommunikation · Internet & Glasfaser

Glasfaser: Licht statt Kupfer.

Die schnellste und stabilste Art, Ihr Unternehmen ans Internet anzubinden. Wir erklären, was hinter Glasfaser steckt, warum Deutschland so lange gebraucht hat – und welche Leitung zu Ihrem Unternehmen passt.

Was durch die Leitung passt

Typische maximale Download-Raten in Mbit/s

DSL (Kupfer)

 

bis 16

VDSL (Kupfer)

 

bis 250

Kabel (Koax)

 

bis 1.000

Glasfaser

 

1.000 und mehr

Der eigentliche Unterschied steckt im Upload: Bei Kupfer und Kabel ist er nur ein Bruchteil des Downloads – Glasfaser kann auf Wunsch in beide Richtungen gleich schnell sein.

Kurz erklärt

Was ist Glasfaser eigentlich?

Klassische Internetleitungen übertragen Daten als elektrische Signale über Kupferdrähte – die alte Telefonleitung (DSL) oder das Fernsehkabel (Koax). Glasfaser schickt die Daten dagegen als Lichtimpulse durch hauchdünne Fasern aus Glas. Das klingt nach einem kleinen Unterschied, ist aber ein großer.

Licht statt Strom

Licht ist unempfindlich gegenüber elektrischen Störungen. Die Verbindung bleibt stabil – auch wenn nebenan Maschinen laufen oder das Wetter schlecht ist.

Entfernung spielt kaum eine Rolle

Bei Kupfer sinkt die Geschwindigkeit mit jedem Meter bis zum Verteiler. Bei Glasfaser kommen die Daten auch über viele Kilometer fast verlustfrei an.

Schnell in beide Richtungen

Cloud, Videokonferenzen und Backups brauchen vor allem Upload. Glasfaser kann Daten auf Wunsch in beide Richtungen gleich schnell übertragen.

Nicht überall, wo Glasfaser draufsteht, ist bis zum Ende Glasfaser drin

● Glasfaser

● Kupfer

FTTC

Fiber to the Curb – bis zum Verteilerkasten

Glasfaser

Kupfer

Glasfaser endet im grauen Kasten am Straßenrand. Die letzten Meter laufen über die alte Telefonleitung – das ist meist VDSL.

FTTB

Fiber to the Building – bis ins Gebäude

Glasfaser

Kupfer

Glasfaser reicht bis in den Keller. Im Haus geht es über die vorhandene Verkabelung weiter – schon deutlich besser, aber nicht das Maximum.

FTTH

Fiber to the Home – bis in Ihre Räume

Glasfaser durchgehend

Echte Glasfaser bis in Ihr Büro. Hier spielt die Technik ihre volle Stärke aus – und hier setzen wir an.

Ein Blick zurück

Warum Deutschland beim Glasfaserausbau so lange hinterherhinkte

Dass viele Unternehmen heute noch über Kupfer surfen, ist kein Zufall. Die Weichen wurden vor über 40 Jahren gestellt – und zwar in die andere Richtung. Viele Fachleute sehen darin einen Grund, warum Deutschland bei Glasfaser im europäischen Vergleich lange hinten lag.

1981

Der Glasfaser-Plan

Die Bundesregierung unter Helmut Schmidt beschließt, Deutschland über die kommenden Jahrzehnte schrittweise mit Glasfaser zu verkabeln. Umsetzen soll das die Deutsche Bundespost.

Wendepunkt

1982

Kohl setzt auf Kupfer

Nach dem Regierungswechsel unter Helmut Kohl rückt Postminister Christian Schwarz-Schilling vom Glasfaserplan ab. Stattdessen wird das Kupfer-Koaxialkabel für das Kabelfernsehen ausgebaut.

1984

Kabelfernsehen statt Lichtleiter

Mit dem Kabelnetz startet das private Fernsehen in Deutschland. Das Kupfernetz prägt die Infrastruktur der nächsten Jahrzehnte.

1999

DSL über die Telefonleitung

Die alte Telefonleitung wird zur Internetleitung. Kupfer wird weiter ausgereizt statt ersetzt – für viele Jahre reicht das.

2016

Vectoring: Kupfer am Limit

Mit Vectoring wird noch mehr Tempo aus den Kupferdrähten geholt. Beim Upload und über längere Strecken bleiben die Grenzen aber spürbar.

2022

Glasfaser bis ins Haus

Mit der Gigabitstrategie gibt der Bund das Ziel aus, Glasfaser bis 2030 flächendeckend bis in die Gebäude zu bringen. Der Ausbau läuft – aber nicht überall gleich schnell.

Heute holen wir nach, was damals versäumt wurde. Wir prüfen, was an Ihrem Standort schon möglich ist.

Verfügbarkeit prüfen

GPON oder AON?

Warum kostet die eine Glasfaser mehr als die andere?

Glasfaser ist nicht gleich Glasfaser. Hinter den meisten Angeboten für Unternehmen steckt eine von zwei Bauweisen: GPON oder AON. Beide sind schnell – der Unterschied liegt darin, ob Sie sich die Leitung mit anderen teilen.

GPON · geteilt

Eine Faser für viele Anschlüsse

Zentrale

 

Splitter

 

Sie

 

 

 

 

 

 

 

Gigabit Passive Optical Network: Ein passiver Splitter verteilt das Licht einer einzigen Faser auf viele Anschlüsse – häufig 32 oder 64. Die Kapazität des Strangs teilen sich alle Nutzer.

AON · exklusiv

Eine eigene Leitung nur für Sie

Zentrale

 

Ihr Standort

Active Optical Network: Ihre Faser bzw. Ihr Anschluss an aktiver Netztechnik gehört nur Ihnen – meist als direkte Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Die Bandbreite ist garantiert und in beide Richtungen gleich hoch.

Ein Bild, das hilft

GPON ist wie eine Autobahn, die sich alle Anwohner teilen: meistens frei, aber zur Rushhour wird es voll. AON ist Ihre eigene Fahrspur: immer frei – dafür tragen Sie Bau und Unterhalt allein.

Im Vergleich

GPON

AON

Aufbau

Eine Faser für viele, passive Splitter

Eigene Verbindung, aktive Netztechnik

Bandbreite

Kapazität des Strangs wird geteilt (bei GPON z. B. 2,5 Gbit/s)

Exklusiv für Sie reserviert

Upload

Oft niedriger als der Download

Symmetrisch – gleich schnell wie der Download

Zu Stoßzeiten

Schwankungen möglich

Konstante Leistung

Service

Standard-Entstörung

Meist mit SLA und garantierter Entstörzeit

Typisch für

Büros, Praxen, kleinere Unternehmen

Kritische Anwendungen, Standortvernetzung, Rechenzentren

Preis

Günstiger

Höher

Warum AON teurer ist – vier Gründe

01

Eine Faser nur für Sie

Für Sie wird eine eigene Faser bzw. ein eigener Port reserviert. Der Anbieter kann ihn nicht mit anderen Kunden teilen – die Kosten tragen Sie allein.

02

Keine Überbuchung

Bei GPON rechnet der Anbieter damit, dass nicht alle gleichzeitig volle Leistung brauchen. Bei AON ist Ihre Bandbreite fest reserviert – rund um die Uhr.

03

Aktive Technik

Aktive Netzkomponenten brauchen Strom, Platz und Wartung – und zwar pro Kunde, statt auf viele Anschlüsse verteilt.

04

Service-Garantien

AON-Leitungen kommen meist mit Service-Level-Agreement: zugesicherte Verfügbarkeit und Entstörung innerhalb weniger Stunden.

Unsere ehrliche Einschätzung: Für viele Unternehmen reicht GPON völlig aus. Wir sagen Ihnen, wann sich der Aufpreis für AON wirklich lohnt – und wann nicht.

Leitung beraten lassen

Welche Leitung passt zu Ihnen?

Eine erste Orientierung – die genaue Empfehlung hängt von Ihrem Standort und Ihren Anwendungen ab.

GPON

Reicht völlig aus, wenn …

✓  Sie ein Büro, eine Praxis oder ein kleineres Unternehmen sind

✓  E-Mail, Cloud-Software und Videocalls im Vordergrund stehen

✓  ein kurzer Ausfall ärgerlich, aber nicht existenzbedrohend wäre

✓  Sie viel Leistung für wenig Geld möchten

AON

Lohnt sich, wenn …

✓  Ihr Geschäft ohne Internet sofort stillsteht

✓  Sie große Datenmengen hoch- und herunterladen

✓  Sie mehrere Standorte oder ein Rechenzentrum anbinden

✓  Sie garantierte Bandbreite und Entstörzeiten brauchen

Kostenlos beraten lassen

Häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Sprechen Sie uns an – ohne Fachchinesisch.

01

Ist Glasfaser an meinem Standort verfügbar?

Das hängt von Ihrer Adresse ab – und oft gibt es mehrere Anbieter oder Ausbaupläne, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Wir prüfen die Verfügbarkeit bei allen führenden Carriern für Sie.

02

Warum ist AON teurer als GPON?

Bei AON bekommen Sie eine eigene, nicht geteilte Leitung mit garantierter Bandbreite, aktiver Technik nur für Sie und meist einer Service-Garantie. Bei GPON teilen sich viele Anschlüsse eine Faser – das macht es günstiger.

03

Was ist der Unterschied zwischen FTTB und FTTH?

Bei FTTB endet die Glasfaser im Keller, im Gebäude geht es über die vorhandene Verkabelung weiter. Bei FTTH reicht die Glasfaser bis in Ihre Räume – das ist die leistungsfähigste Variante.

04

Wie lange dauert es bis zum Glasfaseranschluss?

Das ist sehr unterschiedlich: Liegt die Faser schon im Gebäude, kann es schnell gehen. Muss erst gegraben werden, dauert es länger. Wir klären den realistischen Zeitplan vorab und koordinieren alle Beteiligten.

05

Was passiert bis dahin mit meiner bestehenden Leitung?

Die läuft weiter. Wir planen den Wechsel so, dass er zu Ihren Vertragslaufzeiten passt und es keine Unterbrechung gibt.